Film und Diskussion zu Ausbildungszwecken
Rafiki unter der Regie von Wanuri Kahiu, erzählt die Geschichte zweier junger Frauen in Nairobi, deren enge Freundschaft sich zu einer romantischen Beziehung entwickelt. In einer Gesellschaft, in der ihre Liebe gesellschaftlich geächtet und strafrechtlich verfolgt wird, zwischen den Erwartungen ihrer Familien, politischen Spannungen und dem Druck ihres sozialen Umfelds versuchen beide, ihren eigenen Weg zu finden und eine Identität zu entwickeln, die ihren Gefühlen entspricht.
Der Film verbindet eine lebendige, farbenfrohe Bildsprache mit einer zugleich sensiblen und eindringlichen Erzählung über Zugehörigkeit, Freiheit und den Mut, authentisch zu leben. Aus psychologischer Sicht eröffnet Rafiki eine Auseinandersetzung mit Identitätsentwicklung, Bindung und den psychischen Auswirkungen gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Der Film zeigt eindrucksvoll, wie soziale Normen, Angst vor Ablehnung und internalisierte Stigmatisierung das Erleben von Nähe und Selbstakzeptanz beeinflussen können. Gleichzeitig verdeutlicht er die Bedeutung sicherer Beziehungen für die Entwicklung eines stabilen Selbstwertgefühls und macht sichtbar, welche Resilienz entstehen kann, wenn Menschen trotz widriger Umstände ihre Authentizität bewahren. Die Geschichte lädt dazu ein, über den Zusammenhang von persönlicher Freiheit, sozialer Anerkennung und psychischem Wohlbefinden nachzudenken.
Wie verändert sich unser Selbstbild, wenn wir einen wesentlichen Teil unserer Identität verbergen müssen? Und welche psychischen Folgen hat es, wenn Zugehörigkeit an die Bedingung geknüpft ist, nicht man selbst sein zu dürfen?
Wir freuen uns auf Sie! Da die Anzahl der möglichen Teilnahmen begrenzt sind, bitten wir Sie um eine verbindliche Anfrage; Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung für Ihre Teilnahme.
Anmeldung unter: internationalfilm@posteo.de
